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Stottern (auch) emotional bewältigen

Hypnosystemische Interventionen in der Therapie mit chronifiziert Stotternden

 

Chronifiziertes Stottern zeichnet sich dadurch aus, dass der gestörte Sprechablauf begleitet oder gar überlagert ist von Ankämpf- und Vermeidungsstrategien. Diese wiederum werden aufrecht erhalten durch „innere Symptome“ aus den Bereichen der Emotion (Angst, Scham, Frustration), der Kognition (dysfunktionale Wahrnehmungen und Selbstinstruktionen, Selbstabwertungen) und des entsprechenden Verhaltens (kommunikatives und soziales Vermeiden). Es sind diese inneren, verdeckten Symptome des Stotterns, die maßgeblich die Lebensqualität chronifiziert Stotternder negativ beeinflussen.

Insbesondere Charles Van Riper betont mit seinem Nicht-Vermeidungs-Ansatz im Rahmen der Stottermodifikation (Van Riper 1986; Zückner 2008) die Bedeutsamkeit der emotionalen und kognitiven Bewältigung des Stotterns und stellt mit der Konfrontationstherapie im Rahmen der Desensibilisierung ein strukturiertes und wirkungsvolles Instrumentarium zur Verfügung.

Ergänzend zu diesem rein verhaltenstherapeutisch orientierten Verfahren bietet die hypnosystemische Therapie ein breites und kreatives Spektrum an Möglichkeiten, um auch unbewusste und unwillkürliche Erlebnisprozesse im Zusammenhang mit Stottern zielgerichtet zu beeinflussen. Der hypnosystemische Ansatz (Schmidt 2005) beschäftigt sich damit, Menschen unterstützend auf dem Weg von einer "Problemtrance" hin zu einer "Lösungstrance" zu begleiten. In der Tradition systemischer Therapieansätze kann hierbei sowohl mit dem inneren System der Patienten (also deren Organisation der inneren Wahrnehmungsmuster) als auch mit dem äußeren System (der sozialen Umwelt - inklusive der therapeutischen Haltung!) gearbeitet werden.

Grundlegende Techniken hypnosystemischer Therapie werden in diesem Seminar praktisch und selbsterfahrungsorientiert vorgestellt und erprobt. Konkrete Einsatzmöglichkeiten im Kontext der Non-Avoidance-Therapie werden auch anhand von Fallbesprechungen diskutiert.

 

Seminaraufbau

Das Online-Format des Seminars mit drei Online-Meetings (insg. 12 UE) und zwei Selbstlerneinheiten (insg. 2 UE) erleichtert Ihnen die Integration in den Arbeitsalltag. Für die Selbstlerneinheiten stehen vertiefende Anschauungs- und Übungsmaterialien auf einer digitalen Pinnwand zur Verfügung sowie Dozent und andere Seminarteilnehmerinnen zum Austausch „zwischendurch"! Optional kann im Anschluss auch ein Online-Fallbesprechungs-Meeting besucht werden.

 

Die Teilnehmerinnen sollten mit den Grundlagen der Non-Avoidence-Therapie (Van Riper) vertraut sein.

 

Das Online-Seminar findet mit drei Einheiten (14tägig) statt inkl. zwei betreuten Selbstlern-Einheiten zwischendurch, insg. 14 UStd. à 45 min., hoher Praxisanteil!

Wort & Wandel

Michael Schneider M.A.

Kanalstr. 73                                               +49 (0) 15566958453

48147 Münster                         info@wortundwandel.com

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